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FC Barcelona startet „Barça Innovation Hub“

geschrieben von Philipp Ostsieker

Der FC Barcelona hat offiziell den Start des „Barça Innovation Hub“ verkündet, um auch abseits des Spielfelds das Prädikat „Weltklasse“ zu verdienen.

Über ein Jahrzehnt hat sich FC Barcelona als einer der weltweit wichtigen und stärksten Fußballvereine etabliert. Mit den sportlichen Erfolgen, sowohl national als auch international, können sich nur sehr wenige Vereine messen. Doch den Verantwortlichen geht es nicht nur um das Sammeln neuer Trophäen

Der „Barça Innovation Hub“ symbolisiert das Streben der Katalanen danach, bei allen Aktivitäten die Besten zu sein. Der Hub soll ein kollaboratives und offenes Umfeld bieten, das Visionäre aus aller Welt zusammen bringt. Die daraus resultierende Wertschöpfung soll nicht nur den FC Barcelona, sondern darüber hinaus die Gesellschaft beeinflussen. Das Credo des FC Barcelona, „Mehr als ein Klub“, demonstriert eben dieses Bewusstsein für die Gesellschaft, auch über den Fußball hinaus.

Barça Innovation Hub als Beispiel für Öffnung der Sportbranche

Die Zeiten, in denen sich die Sportbranche abschotten konnte, sind vorbei. Mittlerweile hat sich die Branche (zumindest teilweise) geöffnet und ist mit zahlreichen anderen Industrien vernetzt. Der FC Barcelona arbeitet intensiv daran, sich als Speerspitze der Sportwelt zu positionieren und die Benchmark für Wissen und Innovation zu setzen. Ganz alleine ist der Verein in dieser Hinsicht fairerweise nicht. Wettbewerber wie etwa Manchester City oder der FC Bayern München sind sehr umtriebig und entwickeln sich beispielsweise in Sachen Audience Development, digitalen Ökosystem oder Crowdsourcing weiter. Keiner der Top-Klubs kann und will sich etwaigen Stillstand leisten und setzt auf innovative Maßnahmen.

Und das ist auch sowohl für den Fußball als auch andere Sportarten dringend notwendig. Wir konsumieren Sport auf immer mehr verschiedenen Wegen. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und die damit verbundenen Erlöse wird längst nicht mehr zwischen einzelnen Vereinen, nationalen Ligen oder Sendern ausgetragen, sondern weltweit mit Playern wie Facebook, Twitter, Amazon oder Twitch.

Noch gibt es aufgrund bestehender Sportrechte-Vereinbarungen zwar Einschränkungen, aber die Entwicklung ist wenigstens mittelfristig nicht aufzuhalten. Initiativen wie die Hackathons von Manchester City, der Dodgers Accelerator in der MLB oder eben der „Barça Innovation Hub“ bieten ein nachhaltigeres Gerüst, um kontinuierlich innovative Produkte oder Aktivitäten zu testen und neue Wettbewerbsvorteile zu generieren.

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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Gründer & Chefredakteur vom matchplan mag, Medienmanager (MBA) und Teilnehmer des General Management Programs in Sports Business an der SPOAC – Sports Business Academy by WHU.

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