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HackDays: 226 Teilnehmer arbeiten am FC Bayern der Zukunft

HackDays: 226 Teilnehmer arbeiten am FC Bayern der Zukunft
geschrieben von Philipp Ostsieker

Am Freitag hatte Karl-Heinz Rummenigge tolle Neuigkeiten parat. Nein, es ging nicht um die Verpflichtung von Nationalspieler Leon Goretzka. Der Bayern-Boss begrüßte höchstpersönlich die Teilnehmer der FC Bayern HackDays. Vier Tage lang waren die wahren Stars nicht (nur) jene „auf’m Platz“, sondern die, die in den Eventboxen der Allianz Arena über den FC Bayern der Zukunft diskutierten.

„Ich freue mich, den ersten Hackathon in der fast 118-jährigen Geschichte unseres Vereins zu eröffnen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München in seiner Willkommensrede. „Die FC Bayern HackDays haben eine große strategische Bedeutung für uns. Sie sind der Auftakt unserer Bemühungen, ein weltweiter Benchmark in der Digitalisierung eines Fußballvereins zu werden.“

220 ausgewählte Teilnehmer aus über 40 Ländern haben an den FC Bayern HackDays teilgenommen. Mehr als 1.300 Bewerbungen hat der Rekordmeister entgegen genommen, und das binnen „kürzester Zeit“, wie Rummenigge erklärte. „Wir veranstalten diesen Hackathon, um neue Inspiration, neue Ideen und Anregungen zu bekommen, wie wir neue Technologien in der heutigen Welt einsetzen können.“ Außerdem sollen „neue Erlebnisse und Services“ für die Fans in Bayern und auf der ganzen Welt entwickelt werden, so der Vorstandschef weiter.

„Beat Adidas“ gewinnt die FC Bayern HackDays

In Teams von drei bis vier Personen traten die Teilnehmer in den insgesamt sieben Challenges an. Dabei wurden etwa personalisierte Fan-Erlebnisse, Datenanalysen, Virtual Reality, Augmented Reality, globale Fan-Vernetzung oder innovative Services thematisiert.

Der FC Bayern öffnet sich und bekommt wertvolle Impulse von außen. Mit den HackDays geht der Rekordmeister zusammen mit seinen Partnern Telekom, adidas, Audi, SAP, Siemens und DHL neue Wege. Das Innovationszentrum UnternehmerTUM an der TU München half bei der Organisation mit entsprechender Expertise.

Die Ergebnisse wurden in den einzelnen Gruppen sowie gegenüber einer Gesamtjury vorgestellt. Diese bestand aus:

  • Stefan Mennerich, Director Media, Digital and Communication (FC Bayern München)
  • Dr. Helmut Schönenberger, CEO (UTUM)
  • Prof. Dr. Sascha L. Schmidt, WHU
  • Tom Thirlwall, CEO (COPA90)
  • Anton Alfimenko, Motion Designer & Video Director (Bleacher Report)

Anschließend wurden die Besten u.a. von Stürmer-Legende Giovane Elber ausgezeichnet. Das Siegerteam „Beat Adidas“ freut sich auf eine Auswärtsreise zu einem Champions-League-Spiel des FC Bayern. Das 5er-Team entwickelte eine App, die adidas bei der Kommunikation mit der Generation Z unterstützen soll. Die App ist an den mobilen adidas-Onlineshop angedockt. Dabei bietet sie potenziellen Käufern einen Rabatt auf die Produkte der Marke mittels kleiner spielerischer Challenges. Kunden können etwa dank fünf Sprungkniebeugen innerhalb von 15 Sekunden beim Einkauf sparen.

FC Bayern HackDays: Kein One-Shot

Zudem plant der FC Bayern, die besten Ideen weiter zu fördern. Wie genau das aussehen wird, wollten die Organisatoren noch nicht verraten. Es bleibt spannend, auf welche Produkte und Lösungen sich die Fans des FC Bayern künftig freuen können.

Um kurzfristige Erfolge gehe es auch nicht. Benjamin Stoll, Projektleiter Digitale Club-Plattformen, bringt es auf den Punkt: „Es ist für uns das größte Geschenk überhaupt, dass diese 226 Teilnehmer aus über 40 Ländern dazu bereit sind, mit soviel Leidenschaft ihr Wissen und ihre Ideen mit uns zu teilen!“

Fest steht: Zukünftige Hackathons müssen sich an den FC Bayern HackDays messen lassen.

Wie beeinflusst der Wandel im Fußball die Bundesliga-Klubs? Dazu diskutieren die Klub-Bosse Uli Hoeneß (FC Bayern) und Clemens Tönnies (Schalke 04).

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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Gründer & Chefredakteur vom matchplan mag, Medienmanager (MBA) und Teilnehmer des General Management Programs in Sports Business an der SPOAC – Sports Business Academy by WHU.

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