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Mayweather vs. McGregor: „Kampf des Jahrhunderts“

Mayweather vs. McGregor: Big Business
Screenshot SHOWTIME Sports
geschrieben von Philipp Ostsieker

Der Mega-Fight zwischen Mayweather und McGregor am 26. August gilt als wahrscheinlich lukrativster Boxkampf aller Zeiten. Beide Athleten erwarten Einnahmen von 100 Millionen Dollar dank verschiedener Einnahmequellen.

Seit dem 14. Juni ist es offiziell: Dann kommt es zum lang ersehnten Fight Mayweather vs. McGregor. Mit dem ehemaligen Box-Champion Floyd Mayweather und dem MMA-Kämpfer Conor McGregor treffen die beiden Top-Stars der Kampfsport-Welt im Ring aufeinander.

Mega-Fight in Las Vegas

Das Duell Mayweather vs. McGregor wird vor 20.000 Zuschauer in Las Vegas stattfinden. Es geht um keinen Titel, dafür aber um Millionen-Einnahmen. Der Fight findet in der Supermittelgewichts-Klasse (bis 69,85 kg) statt. Für den irischen UFC-Star Conor McGregor wird es der erste Box-Kampf auf Wettkampf-Niveau sein.

Sein Vorteil: Der MMA-Kämpfer ist topfit und voll im Training. Für Floyd Mayweather ist es der erste Kampf nach dem Ende seiner Boxer-Karriere 2015. Vorteil Mayweather: Der US-Amerikaner ist im Gegensatz zu McGregor Boxer. Zudem war er Weltmeister und gilt deshalb als Favorit. Conor McGregor wird seine MMA-Fertigkeiten nicht anwenden dürfen.

Beim ihrem ersten Aufeinandertreffen vor dem Kampf sind die beiden schon mächtig aneinander geraten.

Mayweather vs. McGregor: horrende PPV-Preise

US-Fans müssen für den Mega-Fight Mayweather und McGregor tief in die Tasche greifen. Laut USA Today kostet ein Pay-per-View Ticket beim US-Sender „Showtime“ 89,95 Dollar. Wer den Kampf in HD-Qualität genießen möchte, müsse sogar 99,95 Dollar zahlen.

Dies würde dem Ticketpreis beim „Kampf des Jahrhunderts“ zwischen Mayweather und Manny Pacquiao im Mai 2015 entsprechen. 4,4 Millionen Abrufe waren dennoch ein neuer Rekord. Ob der Kampf Mayweather vs. McGregor den Rekord brechen kann?

Neue Zielgruppen für Showtime Sports

Die Vorfreude beim Sender ist jedenfalls groß. Im Vergleich zu Mayweather vs. Pacquiao spricht Mayweather vs. McGregor ein anderes Publikum an. Deshalb ist Stephan Espinoza, Executive Vice President und General Manager bei Showtime Sports, überzeugt, dass der Rekord gebrochen werden kann.

Espinoza: „Wir sprechen nicht nur Fans aus dem Universum des Boxens oder der MMA an“. Er ergänzt: „Wir klopfen eher bei dem Publikum an, das keine dieser Sportarten verfolgt.“ Menschen, die sich sonst nicht für Boxen oder MMA interessierten, würden aufgrund des Wettbewerbs und der beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten einschalten wollen. Dieser Teil des Marktes sei auch beim Kampf Mayweather vs. Pacquiao noch nicht erschlossen worden.

DAZN zeigt den Fight in Deutschland

Gute Nachricht für deutsche Fans: Der Streamingdienst DAZN wird den Mega-Fight am 27. August ab 3 Uhr nachts im Livestream übertragen. DAZN bestätigte am Mittwoch mit einem Posting auf seiner Facebook-Seite. Das Portal habe sich die Übertragungsrechte für Deutschland und Österreich gesichert.

Das Duell zwsichen „Money“ und „The Notorious“ sei im monatlichen Abo inbegriffen. Zusätzlich Pay-per-View-Kosten für bestehende DAZN-Kunden werden nicht anfallen.

Und es geht sogar noch günstiger! DAZN bietet einen Gratismonat für Neukunden an. Danach kostet das Abo nur 9,99 Euro pro Monat und ist jederzeit kündbar. Fans können den Kampf also theoretisch verfolgen, ohne einen Cent zu bezahlen.

Trash Talk dank der „MacTalk“-App

Kurz vor dem Fight Mayweather vs. McGregor hat Letzterer eine neu App veröffentlicht. Die „MacTalk“-App ist für Android und iOS zum Preis von 99 Cent verfügbar. Die App bietet ein Soundboard mit 27 von McGregors berühmtesten Sprüchen. Die Sprüche hat Conor McGregor extra noch einmal im Studio aufgenommen. Mit dabei: „You’ll do nuttin“ oder „Dana, 60 Gs, baby“. Letzteres äußerte er bei seinem UFC-Debüt 2013 gegenüber UFC-Präsident Dana White.

Bereits im letzten Jahr hatte McGregor schon die App „MacMoji“ veröffentlicht. Diese bietet seinen Fans Dutzende Emojis zu ihrem Star.

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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Chefredakteur vom Matchplan Mag

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