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Reebok setzt beim Liquid Floatride Run auf 3D-Druck

Reebok setzt beim Liquid Floatride Run auf 3D-Druck
Reebok
geschrieben von Philipp Ostsieker

Seit dem 21. März ist die limitierte Auflage des Liquid Floatride Run auf der Reebok Website erhältlich. Was steckt hinter dem neuen Produkt und welche Ziele setzt sich Reebok beim Thema 3D-Druck?

Es ist fast zwei Jahre her, dass Reebok die Liquid Factory eingeführt hat. Diese ist ein neues Herstellungsverfahren, das „modernste Software und Robotik nutzt, um Schuhe buchstäblich dreidimensional zu zeichnen“. Liquid Factory verwendet ein proprietäres flüssiges Material, um Schuhe in 3D-Schichten zu zeichnen. Dadurch entsteht ein einzigartiger Schuh.

Jetzt hat Reebok sein neuestes Paar Schuhe vorgestellt, das aus dieser Technologie hervorgeht. Der Liquid Floatride Run ist ein Laufschuh, der die „Liquid Factory“-Technologie mit dem charakteristischen Floatride Run Sneaker von Reebok kombiniert.

Bei der ersten Verschmelzung dieser neuen Technik mit einem vorhandenen Reebok-Schuh verspricht dieser neue und verbesserte Liquid Floatride Run 20 Prozent leichter zu sein als die Originalversion. Zudem verfügt der Schuh über zwei neue Features, Liquid Lace und Liquid Grip.

Was kann der neue Liquid Floatride Run?

Während ein herkömmlicher Schuh traditionelle Schnürsenkel benötigt, hat Reebok diese per 3D-Druck direkt auf dem Schuh platziert. Das Ergebnis ist ein Stretch-to-Fit-Aufsteckschuh. Der „Liquid Factory“-Prozess erstreckt sich über die Oberseite des Schuhs an den wichtigsten Druckpunkten, um sicherzustellen, dass Ihr Fuß an seinem Platz bleibt, und bietet gleichzeitig den Komfort eines Aufsteckschuhs.

Zudem verspricht sich Reebok eine bessere Traktion. Das Unternehmen verwendet die Flüssigdrucktechnik, um Streifen über den Boden des Schuhs zu ziehen, platziert die Streifen aber nur dort, wo sie gebraucht wurden. Schließlich macht die Gummilaufsohle oft den größten Teil des Gewichts eines Sneakers aus, so dass Reebok durch den Ersatz dieser Komponente durch Flüssigkeit nicht nur den Grip erhöht, sondern auch das Gewicht reduziert.

Reebok setzt sich ehrgeizige Ziele

Bill McInnis, Head of Reebok Future zu Digital Trends: „Letztes Jahr haben wir das „Liquid Factory“-Konzept mit dem Schuh „Liquid Speed“ auf den Markt gebracht. Es war definitiv eine markante Silhouette, denn wir wollten zeigen, wie der 3D-Zeichnungsprozess die Herstellung von Schuhen verändern kann“, sagt . „Was wir mit Liquid Floatride hervorheben möchten, ist, wie wir das Liquid Factory-Verfahren auf jedes unserer bestehenden Produkte anwenden können, um großartige Schuhe noch besser zu machen.“

Das Unternehmen scheint ehrgeizige Pläne für die Weiterentwicklung seines Liquid-Factory-Prozesses zu haben. McInnis: „Die nächste Generation der „Liquid Factory“-Produkte wird noch innovativer sein, da wir den gesamten Schuh mit dem Verfahren herstellen können. Wir freuen uns darauf, viele weitere Produkte auf den Markt zu bringen, die das bahnbrechende Liquid-Factory-Verfahren beinhalten.“ […]

Die Experten von SportTechie verweisen darauf, dass Sneaker-Anbieter daran arbeiten, sich mit neuen Materialien und Hightech-Prozessen zu differenzieren. Dazu gehört auch das Thema 3D-Druck. „Additive Manufacturing“ ermöglicht es Unternehmen, schneller zu innovieren, indem sie den Prozess drastisch rationalisieren und die wochen- oder sogar monatelangen Wartezeiten für die Verarbeitung neuer Designs durch traditionelle Fertigungsmethoden reduzieren.

Adidas etwa will 2018 ganze 100.000 Schuhe 3D-drucken. Under Armour arbeitet mit EOS zusammen, Nike mit HP und New Balance mit Formlab.

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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Gründer & Chefredakteur vom matchplan mag, Medienmanager (MBA) und Teilnehmer des General Management Programs in Sports Business an der SPOAC – Sports Business Academy by WHU.

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