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TSG Hoffenheim testet Videowall im Training

TSG Hoffenheim testet Videowall im Training
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geschrieben von Philipp Ostsieker

Als erster Bundesliga-Klub testet die TSG Hoffenheim für die tägliche Trainingsarbeit eine integrierte Videowall. Die TSG hat das System gemeinsam mit einer israelischen Firma entwickelt.

Über die Videowall möchte das Trainerteam zukünftig Situationen live korrigieren. Die Trainer geben den Spieler auf dem Platz Lösungen an die Hand, ohne dass diese ihre Position auf dem Feld verlassen müssen.

„Wir testen die Videowall eine Woche lang, lassen sie Tag und Nacht sowie bei jeder Witterung laufen, um zu sehen, wie sie bei Wind und Wetter reagiert“, sagt Rafael Hoffner, Koordinator IT und Sport-Innovationen auf der TSG-Homepage. Im Rahmen der Testphase versucht die TSG herauszufinden, ob alle Spieler von ihren jeweiligen Positionen aus, in der Lage sind, die Videosequenzen auf der Leinwand einwandfrei zu erkennen.

Videowall ermöglicht Trainingsanalyse 2.0

Die 6×3 Meter große Videowall steht auf höhe der Mittellinie neben dem Trainingsplatz. Das System läuft mit vier Kameras. Zwei davon sind auf dem Videoturm auf Höhe der Mittellinie angebracht. Außerdem wurde jeweils eine Kamera hinter beiden Toren installiert.

Das Trainerteam hat die Option, den „Film“ je nach Spielsituation anzuhalten und kann dem Team zeigen, was besser gemacht werden kann. Zusätzlich könnten die Trainer dazu eine Kameraposition auswählen, aus der sie die Situation am besten erklären können, beispielsweise aus der Torwartperspektive.

Cheftrainer Julian Nagelsmann: „Sollte sich das System in der Testphase bewähren, könnten wir die Spieler in großen Spielformen in ihren Positionen belassen, ihnen aber dennoch Lösungen für Spielformen aufzeigen. Dafür habe ich ein iPad in der Hand, mit dem ich die Kameras steuern kann. Wenn ich eine Situation anhalte, habe ich die Möglichkeit, meine Lösungen und Verbesserungsvorschläge auf dem iPad einzuzeichnen.“

Die TSG Hoffenheim zeigt sich mal wieder als innovativer Bundesliga-Klub. Die Verantwortlichen überlassen nichts dem Zufall. Schon die Trainingssteuerung erfolgt auf Basis von High-Tech Methoden. Die Summe an innovativen Methoden ist in jedem Fall nachhaltiger als aktionistische Spielertransfers.

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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Chefredakteur vom Matchplan Mag

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